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Brisant 3

 
Das Aussterben der alten Dorfkerne 
 
 
Leider immer mehr anzutreffen: Leere Ladenlokalitäten, leere Wohnungen in Altbauhäuser, verwahrlostes Erscheinungsbild in  Dorfkerne.

Vor 30 Jahren, war ein X- Dorf und Geschäftszentrum, blühende Klein und  Mittelbetriebe waren hier vertreten, die Wohnlage atraktiv.
 
Zustand heute: Leere Wohnungen und  Ladenlokalitäten, teils seit Jahren.
Viele  im   verwahrloster Gesamtzustand, traurig.
Eigentlich, sollte der alte Dorfkern Zeuge von Geschichte  und Kultur einer Gemeinde charakterisieren.

 
Bestimmend sind vor allem 2 Faktoren:
1. Die wirtschaftliche Entwicklung und Umfeld
2. Hausgemachte Versäumnisse von Hausbesitzern und vor allem Planung und Unterstützung der Behörden

Zum 1. Punkt: in den 70er Jahren, wurde das Seedammcenter in Pfäffikon eröffnet, eine Konzentration auf diesen Ort für viele Branchen war die Folge davon. Eine Teilentleerung des Dorf war die Folge davon.
Später rüsteten die umliegenden Gemeinden auf, Grossverteiler in Scharen eröffneten Filialen und würgten den letzten Tante Emmaläden die Gurgel zu.
Jede Gemeinde steht im steuerlichen Wettbewerb, auf Teufel komm raus, wurde erweitert, eingezont, expandiert, es lebe der Verdrängungswettbewerb.
Schon vor 20 Jahren, waren etliche Läden leer, wurden in Büros umfuntioniert.Man konnte noch vermieten, die Gemeinden erhielten somit kräftig weiter Steuergelder, die Kantone schätzten die Liegenschaften stetig höher ein.
Einkommenssteuer, Eigenmietwert, direkte Bundessteuer und Vermögenssteuer lassen grüssen.
Kleiderläden schossen wie Pilze aus dem Boden, welche über traumhafte Gewinnmargen sich erlaben konnten.
Eigentlich paradisische Zustände für Alle Beteiligten, aber nur für sehr kurze Zeit.
Niemand hat mit dem Internet gerechnet als Konkurenz, nicht mal die Branchengiganten, welche jüngst Konkurs machten. Und es ist noch nicht vorbei!
Dienstleistungen, wie Anwälte, Steuerberater usw., werden in Bälde weitgehsendst vom Internet abgelöst, Büroräume werden immer weniger beansprucht, wie Ladenlokalitäten.
Nicht unmittelbar heute, doch bereits in etlichen Jahren, hätte ich die Bereinigung der Kleidergiganten oder die anstehende noch bei Elektronikhändler mit Ladenlokalitäten ( Metro) vor 10 Jahren angesagt, hätten mich
90% der Zeitgenossen ausgelacht.
Die Hauptdrehscheibe der Wirtschaft, verlagert sich immer mehr ins Internet, den letzten beissen die Hunde.
Doch langsam hinterlassen die fehlenden  Steuerzahler, in Form von Eigentümer, Vermieter, Mieter immer mehr ein Loch in den Geimeindekassen, welche im einem alten Dorfkern über die Runden kommen müssen.
 
2. Punkt Selbstverschulden

Da gibt es wiederum 2 Gruppen, die Liegenschaftbesitzer selbt aber auch die gesamte Gefolgschaft der Behörden.
Viele Liegenschaftbesitzer, holten nur raus, investierten kaum mehr was in den Unterhalt oder gar in die Wertvermehrung. Entweder, weil sie es sich nicht leisten konnten oder aus Resignation der Auflagen.
Regelungen braucht es, doch wenn übers Ziel geschossen wird, keine Kosten-Nutzrechnung mehr aufgeht, auf Grund übertriebenen Auflagen, lassen etliche die Liegenschaft lieber leer und investieren nicht einmal mehr in den Unterhalt.
Ein trauriges Bild, bietet zB. eine Gemeinde, wo verwitterte Hausfasaden, Zugemauerte alte Haustüren, zerfallende Häuser den Dorfkern prägen. Seit Jahren wird da weggeschaut, bei anderen Objekte aber, wird
akribisch hingeschaut und nachträglich nach Jahren, noch rückwirkend Auflagen und Fristen auferlegt.
Es leben die übereifrigen Beamten, welche ihre berufliche Existenz auf eine solche Basis deklarieren müssen. Die damit nachträglich  entstanden Flurschäden sind nicht von Interesse.
Aber ein mehrere hundert Jahre altes Holzhaus im gleichen Kanton abreissen, wird bewilligt.

 
 
 
Oder jahrelange Versäumnisse, den  Dorfkern  sinnvoll zu gestalten, mit vorausschauender  Planung und Zusammenarbeit der Anstösser.
Bis  vor 1 Jahr ( 2017 ), wurde die Kantonsstrasse durch enge Gassen geführt, mit bis zu XX tausen Autos und
Lastwagen. Es wurde ja stetig eingezont, auch Industrie seit XX Jahren zuvor, der alte Dorfkern und der damit verbundene Tribut war egal, Hauptsache, Steuern kommen rein.
Zustände der Hausfasaden, Lebensqualität, Lärmbelastung usw. waren den Behörden jahrzentelang völlig egal, die Hausruinen an den Strassen sind Indiz dafür.
Dann wurde ein kleines Einkaufcenter am Dorfrand erstellt, der letzte Grossverteiler wurde als letzter Magnet vom  Dorfkern weg, ausgelagert.
Eine Umfahrung ist nun der aktuelle Stand. Mit Verkehrsberuhigenden Massnahmen, wo vorher noch eine Rennbahn war, ist heute eine verbaute unübersichtliche Verkehrführung mit einem Mix von 30er und 20er Zonen.
Trotzdem bleiben die Konsumenten weg, über  die Nutzung der Flächen und Lokalitäten  schwebt ein riesen Fragezeichen.
Denn der Dorfkern hat sich als Wirtschaftsstandort fast komplet ausgedünnt, ausgenommen von ein paar Quartierbeizen, welche hart zu kämpfen haben.
Ob hier die Rechnung irgendwann für Alle aufgehen wird, dürfte spannend sein zu beobachten.
Immerhin, die Polizei leistet emsig ihren Beitrag, in Form von Parkbussen: Da wird z.B. am Morgen im alten Dorfkern, welcher eh schon ausgedünnt ist, bei ca. 20% gesamten Parkplatzbesetzung, Geld reingeholt - für den Kanton.
Bereits schon nach 15 Min. Parkzeitüberschreitung.Tolle Leistung.

Ganz im Sinne des gesamten Marketing, Gratulation, so holt man Kunden und Ladenbetreiber zurück, Bingo.
Im Seedammcenter, sind die Parkplätze IMMER NOCH GRATIS !!!!!!! 
Aber auch da, wachsen die Bäume nicht mehr in den  Himmel, Internethandel oder Auslandkonsum  lässt grüssen, ein stetiger Wechsel, grosser Ladenflächen waren auch da zu beobachten.

Ueber 10 Milliarden, werden bereits allein im Ausland von den Schweizer konsumiert, Internethandel dabei noch nicht eingerechnet!!!
Irgendwann kommt  die Retourkutsche, für Schickanen, teure Preise, neue unsinnige Auflagen  und schlechte Rahmenbedingungen, irgendwann betrifft es auch Verwaltungen, welche mit dem Personal eine Radikalkur durchziehen muss, weil dadurch  Steuergelder fehlen.
Die Privatindustrie ist schon lange genötigt, zu solchen Massnahmen, oder gar Auslagerungen in andere Länder zu tätigen, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis es Angestellte in Verwaltungen betrifft, keiner bleibt langfristig betrachtet verschont.

 Die gewünschte  linke und grüne Schulmeisterumerziehung wird nie und nimmer  funktionieren, nicht einmal mit Hauruckmethoden!

Auch hier: Politik und die mehrheitlichen Bürger, driften immer schneller  auseinander, auf  Gemeinde, Kanton und Bundesebene.

 
 
 
Leere Ladenlokalitäten, zerfallende Fassaden in der Nachbarschaft,  laden kaum ein Investor ein, da Geld einzuschiessen.
Steht das Haus noch unter Heimatschutz,beobachtet mit Adleraugen von entsprechenden Beamten, wird das Eis noch dünner. Früher spielten viele Dinge keine Rolle,
welche heute mit gewaltigen Auflagen und Aufforderungen geahndet werden, unglaublich. Plötzlich wird dem Dorfkern Beachtung geschenkt und soll innert kurzer Zeit
von den Hausbesitzer und deren Kosten in ein Ortsmuseum umgewandelt werden.
Renovationen können somit als  gewaltig belastenden Kostenfaktor ins Spiel kommen, ein Fall im Kanton Zürich ist mir bekannt, wo die seriös kalkulierten Renovationskosten,
auf Grund der Auflagen sich fast verdoppelten!
 
Da bleibt nur noch der Weg offen, das die öffentliche Hand entsprechende Liegenschaften aufkauft und selbst renovieren.
Ist nur zu hoffen, das dann auch die genau gleichen Auflagen in allen Details auferlegt werden, wie einem privaten Hausbesitzer und mit gleichen Ellen gemessen wird.
Da wurde 2017 in einer Innerschweizer Gemeinde, einem Hausbesitzer Baustop verfügt, mit Androhung zu bis Fr. 50 000.- Busse, sofortige Aenderung der neu eingebauten Fenster und rückwirkend,
Fensterläden wieder zu montieren, welche vor 5 Jahren aus Sicherheitsgründen entfernt wurden.
Das Haus wurde auf Grund solchen Nötigungen verkauft, nach 36 Jahren Besitz.
Dubios: Stand April, 2019, nachdem der neue Besitzer diese Liegenschaft bald 2 Jahre besitzt, wurde NICHTS geändert!
Ein Jeder kann sich nun mal seine eigene logische Gedanken aus dieser Geschichte machen.

Denn wie erwähnt, private Besitzer und Investoren, werden auf Grund der fraglichen Kosten-Nutzrechnung kaum mehr gewillt sein, ihr Geld da zu investieren.
Zumal auch als zusätzlicher Faktor das heutige Mietrecht, immer mehr in Richtung Enteignung der Hausbesitzer, bzw. der  Vermieter tendiert.

 
 
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